Wenn jeder Tag ein erster wäre…

5 Uhr früh ist es außen finster und die Natur ruht in Stille. Der Tag hat noch nicht begonnen. Er ist leer. Es ist noch nichts geschehen. Es ist alles vergessen, was dir gestern Abend noch Sorgen gemacht hat, was sich tagsüber aufgestaut hat und was geschehen war. Du bist gestern Abend eingeschlafen und bekommst eine Einladung, diesen Tag neu entdecken. So neugierig wie ein kleines Kind es erlebt.

Es zwitschert, du hörst diese Töne zum ersten Mal und lauschst dieser zauberhaften Musik, du weißt nicht was es ist und machst dir auch keine Gedanken darüber, du hörst einfach…

Nun öffnen sich die Augen und dein Blick gehst aus deinem Schlafzimmerfenster. Es dämmert und du siehst nur, dass es dämmert. Du kennst keine Bedeutung und nimmst einfach nur wahr, dass der Himmel sich langsam einfärbt während ein rotes Etwas sich erhebt. Was es ist, weißt du nicht und es interessiert auch nicht. Du nimmst es in Farbe und Form wahr…

Es steigt etwas höher und dein Gesicht wird ganz warm. Du spürst die Wärme. Jetzt kneifst du deine Augen zusammen, denn sie fangen an zu tränen. Du drehst dich etwas zu Seite. Es ist egal warum. Es ist so…

Du öffnest das Fenster, setzt dich auf die Bettkante und nimmst einen neuen Duft wahr. Es riecht angenehm. Was es ist, weißt du nicht, es riecht angenehm, das magst du. So ist es gut…

Möchtest du einen Tag so beginnen? Völlig frei von jeglicher Bewertung einfach nur wahrnehmen was ist. 

Wenn ich wahrnehme was ist, nicht spekuliere, vermute, glaube oder weiß, dann habe ich plötzlich mehr Mut neue Dinge auszuprobieren oder alte nochmal zu probieren, auch wenn ich schonmal gescheitert bin. Es ist mir immer mehr egal, was andere über mich denken. Oder ob ich für sie oder mich selbst gut genug bin.


 

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