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Schwing die Hufe – Malanleitung

Flora hatte diese Woche einen Mürrisch-Tag, kennst du solche Tage auch? Alles geht schief, du bist grummelig, die Laune will einfach nicht besser werden und du weißt gerade nicht, wie du deine Stimmung wieder heben kannst. MALEN ist es, das weiß Flora, aber sie hat keine hilfreiche Idee, was ihr jetzt gute Laune machen könnte.
„In solch einem Fall, kann es nur etwas Wildes, Freies und Intuitives sein. Was besseres krieg ich jetzt eh nicht hin, sonst ärgere ich mich erst recht. Ein Bild intuitiv malen, das einfach geschieht… so ganz ohne bewusstes Zutun….. Ein Zufallsbild eben…. „ kreiselte es ihr durch den Kopf
„Hallo Idee, wo bist du, Abrakadabra gib mir ein Zeichen – oh je wie mach ich das jetzt bloß???“
So holt sie sich ein dickes großes Blatt Papier, damit sie so richtig gut matschen kann. Das hat sie an den Rändern direkt an den Tisch mit Klebeband festgeklebt. Ihre Hand steckt sie in ein großes mit Wasser gefülltes Glas, nahm Schwung und klatscht es auf die Oberfläche. Nochmal und nochmal, bis die ganze Suppe schwimmt. Die wird jetzt über das ganze Blatt verteilt. Das Aquarellpapier lässt Wellen wachsen, Täler entstehen, in denen sich Wasser sammelt, von den Bergen fließt alles hinab ins Tal. Eine richtige Landschaft.
Da hinein hat sie Tintenkleckse mit einer Pipette plumpsen lassen, rote, grüne, gelbe und auch violettfarbene.
Du hast bestimmt blaue aus deinem Füller. Du kannst dir auch aus Gemüse Farben herstellen, etwa Rot aus roter Bete oder wenig kochendes Wasser auf einen Früchteteebeutel gießen. Wenn du deine blaue Tinte damit mischst, dann bekommst du einen Braun- oder Violettton heraus. Auch Aquarellfarben oder dünnflüssige Wasserfarben können hier zum Einsatz kommen.
Die Kleckse verändern sich weiter und weiter, selbst wenn du nichts tust. Das funktioniert von ganz allein und ist sehr spannend zu beobachten. Möchtest du mehr Action in deinem Bild haben, dann kannst du es in verschiedene Richtung neigen und es läuft. Dann leg es wieder gerade hin und warte ab, bis es komplett trocken ist.
Bei Flora sah das intuitive Bild nach dem Trocknen so aus:

 

Nun schau genau hin, was es dort alles zu entdecken gibt. Figuren, Tiere…. jetzt ist deine Phantasie gefragt. Drehe das Bild und schaue genau. Von Nahem und aus der Ferne.
Mit Lackstiften, Filzern, Buntstiften oder Permanent-Makern kannst du jetzt deine entdeckten Figuren sichtbar machen. Etwas hinzumalen ist auch erlaubt 🙂 Jetzt ist deine Phantasie gefragt.
Dann sah Floras Bild so aus. Eine lustige Parade 😀 Erst spät entdeckte sie den kleinen trolligen Vogel im Grün.