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Malimpuls-Geschichte … Wieder ins Fließen kommen

EINSTIEGSGESCHICHTE AUS DER AUSBILDUNG ZUM MALCOACH / KURSLEITER

Der Rhythmus … Phase II

… Flora trifft Schlängelbach …

 

Saftig leuchtet das gelbbraunrote feuchte Blättermeer unter Floras Füßen, als sie sich an einem sonnigen Herbstmorgen auf den Weg zum Schlängelbach macht. Dieser bahnt sich gemütlich und entspannt seine Reise hinab von einer winzigen Quelle aus dem graublauen Berg hinter dem Hügelland, ganz nah vorbei an der Lichtung, wo Lieblingsbaum und seine Freunde wohnen. Von da fließt er weiter und wird mit einem anderen Flüsschen eins. Sie machen sich gemeinsam auf den Weg zum großen weiten Salzmeer. Währenddessen sammelt Schlängelbach eine ganze Menge Erlebnisse. „Wahrscheinlich wird er deshalb fülliger.“, glaubt Flora. Sie möchte mehr von ihm über seine Reise erfahren.

Er besitzt nämlich die magische  Gabe,

in allen Naturwesen gleichzeitig innezuwohnen!

… in Form von Lebendigkeit, Harmonie und dem Pulsieren des Universums. Lieblingsbaum erzählte ihr einst, wie wichtig das Wasser für ihn sei und unser aller Leben davon abhänge. Er liebt den Regen, der ihn von oben gießt genauso doll wie die Sonne, die einen gelben Lichterbogen von einer zur anderen Seite am Himmel spannt, wenn man beim Genießen die Zeit vergisst. Er ist dem Wasser des Bodens unendlich dankbar, da es seine Wurzeln ausreichend für ein aufrechtes Wachstum nährt. „Und ganz ehrlich: Wachsen kann Lieblingsbaum megagut!“

„Ja und wer kennt sich mit Wasser aus? Natürlich Schlängelbach.“, während sie den Gedanken gerade zu Ende denkt, kann sie schon von Weitem ein Plätschern in ihren Ohrmuscheln hören. „Es klingt so lebendig, als erzähle der Bach mit seinen bunten Fischen im Inneren und gleichzeitig mit dem Wald um sich herum. Wenn ich nur die Sprache der Wasserwesen besser verstehen könnte.“, dachte Flora. Ihr wird ganz schwindelig, wenn sie nur dran denkt, wie der Bach sich ständig nach links und nach rechts biegt. An den Pflanzen und Felsvorsprüngen am Ufer saust er in Windeseile vorbei. Vor den herausragenden Steinen im Flussbett springt er einfach hoch, hält für einen Moment inne und landet ein Stückchen weiter, ohne etwas dazu tun zu müssen und setzt seinen Weg mit den Fischen fort.

Flora beobachtet, wie sich Schlängelbach am linken Ufer zusammenzieht und ganz klein wird, während er sich zur selben Zeit am gegenüberliegenden Ufer soweit ausstreckt, dass er alles sehen, fühlen, hören, riechen und dabei mehr von sich zeigen kann. Und genau diese Übung macht er im Wechsel – auf und zu, so wie es auch der Regenwurm tut. Er passt sich den Formationen des Untergrundes an.

Gar nicht so schlecht deine Idee, du cooler Bach. Und ziiiiiemlich flexibel! Du machst es dir einfach einfach!
Das werd´ ich mir merken! Ich darf das Tun und das Ruhen gleichzeitig leben.
Und wo kein Weg entlang geht, vergeude ich meine Kraft nicht mehr. Ich vertraue dem Rhythmus in allem was ist.“

Dieser Inspirationsschub hat Flora schnell wach wie den Bach in der Außenkurve werden lassen. Sie schaut und horcht voller Neugierde neuen Impulsen und probiert gleich aus, was sie entdeckt und auch das, was ihr in der Traumwelt und in der Zeit eigener Innenkehr begegnete. Mut ist es, was sie jetzt braucht und schon legt sie los, wie ein Kind es tun würde, denn

 

DAS TUN KOMMT SCHLIEßLICH VOR DEM DENKEN!!!

 

Also sind Innen- und Außenkehr gleich wichtig. Wie Lieblingsbaums Wasser von oben und unten. Erst wenn Flora die Fülle aller Erfahrungen ausschöpft, pulsiert sie den Lebensrhythmus mit. Zwischen hell und dunkel, zwischen fröhlich und traurig, zwischen fleißig und faul… und plötzlich sind auch die Dunkels, die Traurigs und die Faulen genauso perfekt, wie all die anderen.

Häufig kam es früher vor, dass sich Flora eher im Außen aufhielt. Und während sie rannte und rannte bemerkte sie gar nicht, wie sie mitten im Riesenrad der Hamsterwelt gelandet war. Irgendwann flog sie im hohen Bogen hinaus, lag mitten im Niemandsland und konnte nicht mehr aufstehen. Der Ausgleich zwischen Tun und Ruhen war wohl mächtig aus den Fugen geraten. Interessanter Weise ist es ein üblicher Schachzug des Universums, „Übertreiber“ – das sind Menschen die nur Schwarz und Weiß kennen, oder schlimmer: die nur Schwarz oder nur Weiß kennen – direkt ins Aus zu katapultieren. Zum Ausruhen! Häufig sogar greift es zu Mitteln, die dem Menschen das So-weiter-machen nicht mehr ermöglichen. Mit einem gebrochenen Fuß, damit er/es nicht mehr so weitergeht! Oder eine fette Halsentzündung, geballt mit Heiserkeit, tränenden Augen und Ohrgeräuschen, damit die Sinne endlich ruhen dürfen.

Sogar mit einem Wasserfall kann ein Fluß umgehen. Als junger winziger, übt er an Wasserfällchen. Später, wenn er sich nach Jahren zu einem dicken breiten Fluß gefüllt hat, dann fliegen die Tropfen über die Klippe des großen Wasserfalls und platschen weit hinunter in einen tiefen See. Sehr viel Kraft und Reserven braucht ein Fluss für diese wirklich herausfordernde Übung. Das alleine reicht dennoch nicht ganz aus.

Er braucht Vertrauen! Vertrauen, dass das Leben ihn immer wieder auffängt.

Auch hier hatte das Universum seine Finger im Spiel. Es lehrte einst den See, den peitschenden Fluß liebevoll aufzunehmen, um sich etwas ausruhen und dann weiter fließen zu können. Da der See verstanden hat, dass er zugleich der Fluss ist, stellt sich ihm da keine Frage. Er tut, was zu tun ist… Denn:

WIR ALLE SIND EINS!

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