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WARUM DIE BILDER DER KINDER NICHT BEWERTET WERDEN

  • Alles was die Kinder als richtig gemalt empfinden, ist auch richtig! Die Kinder stehen im Mittelpunkt und nicht die Bilder.

Den Kindern soll das Recht erhalten bleiben, so sein zu dürfen wie sie sind, ohne dass sich die “gute” Leistung als Belohnungs-Kriterium entwickelt. Die Kinder sind auch gut, wenn sie Fehler machen. Sie sind nicht der Fehler selbst sondern der Fehler ist eine Erfahrung, die das Kind machen darf und damit umzugehen lernt.

  • Die Kinder dürfen sich ausprobieren und dabei lernen. Sie malen hier nicht nach Bewertungskriterien, wie es unser Schulsystem vorsieht.

Gehirngerechtes Lernen geschieht, wie wir Erwachsenen bereits wissen, nur aus eigenen Erfahrungen, den angenehmen und auch den etwas schwierigeren.

  • Bewerten Sie die Bilder der Kinder nicht, sie sind Ausdruck ihrer Stimmung, Bedürfnisse und Gefühle

Stellen sie sich vor, sie selbst haben Wut auf jemanden und es kommt eine Freundin die Ihnen sagt, es sei vollkommener Unsinn wütend deswegen zu sein… Fühlen Sie sich dabei wirklich ernst genommen oder hilft Ihnen so eine Aussage weiter? Bei dieser Wut im Bauch???

Wie funktioniert das nun, wenn die Kinder Fragen, ob Sie, liebe Mama, das Bild gut finden? Geben Sie die Frage einfach zurück: Wie gefällt es dir? Was hast du beim Malen erlebt? Was hat dir dabei Freude bereitet?

So wird das Kind nicht mit dem Ergebnis seiner Leistung identifiziert, sondern darf für sich selbst stehen. Mit seinem eigenen Gefühlsleben. Das Bild steht dann auch für sich…

  • Stimmungen sind Ausdruck der Gesamtverfassung des Kindes und sie sind so wie sie eben gerade sind.

Wundern Sie sich also nicht, liebe Eltern, wenn gar kein Bild mit nach Hause gebracht wird, weil es oben im Mülleimer entsorgt wurde oder wenn die Kinder mit ihrem Bild unzufrieden sind.

Wenn schwierige Erfahrungen auf Dauer vorenthalten werden, kann sich das negativ auf das Selbstkonzept eines Kindes bis hin ins Erwachsenenalter auswirken. Genauso gilt es auch anders herum: Erleben Kinder zu wenig Schutz oder Halt bei Problemen, führt dies zu Unsicherheit.

  • Jegliche Aktion, jeder Schritt beim Kurs unterliegt einem ganz individuellen Prozess. Die Malstunde hier ist lediglich eine Momentaufnahme der Gefühle.

Wichtig ist, dass die Gefühle in diesem Moment ausgedrückt werden dürfen, anstatt geschluckt. Die Wut darf raus!!! Später kann alles wieder anders aussehen.

  • Kinder sind ganz unterschiedlich gestrickt, sind an verschiedenen Punkten ihrer Entwicklung, haben persönliche Erfahrungen in ihrem Leben machen müssen und wachsen in ganz individuellen Familienstrukturen auf, so dass wir Kinder in ihrer Entwicklung nicht vergleichen können.

Die Kinder werden an dem Punkt ihrer Entwicklung abgeholt.

  • Die Bilder werden nicht verbessert, wenn es für sie selbst ok ist, was sie gemalt haben und es gibt keine Ratschläge, wie es schöner aussehen könnte. Das würde den einzigartigen Selbstausdruck sowie den Lernprozess Ihres Kindes hemmen.

Fragt ein Kind, was es noch malen könnte, dann fragen Sie z. B. das Kind, was das Schmusetier des Kindes reinmalen würde! 

  • Die Kinder arbeiten in einem bestimmten Rahmen frei und wählen selbst. Möchten die Kinder Techniken lernen, kommen sie in der Regel selbst zur rechten Zeit auf die Bezugsperson (Kursleiter, Eltern) zu. Dann kann man sie bestens unterstützen.